Der Sandkasten – Direkt auf den Rasen oder mit Untergrund?

Spätestens dann, wenn die lieben Kinder das Laufen gelernt haben, sind auch Spielgeräte im Garten von Interesse. Der Sandkasten rangiert hier ganz oben in der Liste, da nahezu alle Kinder gerne darin buddeln und bauen. Schnell sind die Eltern an diesem Punkt bereit, einen Sandkasten im Garten anzulegen.

Doch bevor dieser das heimische Grün bereichern kann, stellt sich die Frage, ob der Sandkasten direkt auf Rasen gestellt werden soll, oder ob es einen Sandkasten Untergrund braucht. Schließlich soll der Spielspaß ja durch nichts getrübt werden, ganz abgesehen davon, dass der neue Sandkasten auch einige Jahre halten soll. Wie also vorgehen, wenn die lieben Kleinen einen Sandkasten bekommen sollen?

Die Sandkasten Unterlage hat große Bedeutung

Vor dem Aufbau eines Sandkastens sollte eines ganz klar sein, es ist wenig sinnvoll, den Sandkasten direkt auf Rasen zu stellen. Das Gras würde innerhalb kurzer Zeit einfach durchwachsen und schon bald wäre der Sandkasten weniger ein Spielspaß, als vielmehr eine Oase für Unkraut. Dementsprechend braucht es immer einen Sandkasten Untergrund, damit der Nachwuchs sich auch wirklich daran erfreuen kann.
Dabei stehen gerade in diesem Zusammenhang verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Denkbar sind hier zum einen verschiedene Folien und Vliese, als Sandkasten Unterlage, oder aber auch ein fester Untergrund, der sozusagen die Basis für den neuen Sandkasten darstellt.

Der Sandkasten mit Unterlage

Sandkasten direkt auf RasenWer sich dafür entscheidet, den Sandkasten durch eine Unterlage vor Unkraut zu schützen, kann hierfür verschiedene Grundlagen nutzen. Bewährt hat sich zum Beispiel ein spezielles Vlies, welches direkt unter die Fläche des Sandkastens eingebracht wird. Hierzu muss lediglich die Grasnarbe entfernt werden und schon kann das Vlies an der gewünschten Stelle verlegt werden. Im Anschluss daran wird einfach der Sandkasten aufgebaut und mit Sand befüllt.

Ähnlich verhält es sich mit der Verwendung von Folien. Auch hier muss vorab das Gras an der gewünschten Stelle im Garten entfernt werden, bevor die der Sandkasten aufgestellt werden kann. Vor der Befüllung mit Sand wird der Sandkasten dann einfach mit Folie ausgekleidet, und schon ist eine solide Grundlage für den Spielspaß geschaffen. Vorteilhaft bei dieser Variante ist ganz klar die Tatsache, dass der Sandkasten nach Jahren einfach und schnell entfernt werden kann. Lediglich das Gras muss dann wieder neu ausgesät werden, sodass schon bald nicht mehr zu erkennen ist, dass dort einmal ein Sandkasten war.
Als Nachteil hat sich in der Praxis des Öfteren erwiesen, dass gerade engagierte Buddler oftmals Löcher in die Folie oder das Vlies machen können, was wiederum dem Unkraut Tor und Tür öffnet.

Der Sandkasten mit fester Basis

Selbstverständlich ist es auch möglich, einen Sandkasten auf festem Untergrund zu bauen. Dies erfordert jedoch ein klein wenig mehr Aufwand, als die Verwendung einer bloßen Unterlage. So sollte der Platz natürlich sorgfältig ausgewählt werden, bevor ein fester Untergrund entsteht. Ist diese geschehen, muss zunächst einmal eine kleine Grube ausgehoben werden. Hier sollte in jedem Fall eine Tiefe von etwa 10 cm angestrebt werden. Danach wird das Loch mit einem geeigneten Material wie zum Beispiel Edelsplitt oder dergleichen aufgefüllt und zu einer ebenen Fläche gebracht. Im Anschluss daran werden Betonplatten darauf verlegt, wobei den Anfang hier immer eine Ecke machen sollte. Die restlichen Betonplatten können dann winklig verlegt werden. Bei diesem Vorgang sollte übrigens darauf geachtet werden, dass zwischen den einzelnen Platten Fugen von etwa 0,5 bis 1 cm ausgelassen werden.

Diese werden zwar am Schluss mit Splitt aufgefüllt, dienen jedoch dem Vorteil, dass Regenwasser später besser ablaufen kann. Sind die Fugen schlussendlich aufgefüllt worden, kann auch schon der Sandkasten aufgestellt werden. Wer sich für einen festen Untergrund entscheidet, genießt natürlich den Vorteil, dass Unkraut oder andere Pflanzen keine Chance haben, den Sandkasten zu erobern. Sollte der Sandkasten jedoch nach Jahren einmal abgebaut werden, befindet sich im Garten eine Fläche, die den Rasen unterbricht. Diese kann zwar wieder entfernt werden, es bedarf jedoch auch hierfür wieder ein klein wenig mehr Aufwand.

Der Sandkasten – Die eigenen Vorstellungen entscheiden

Unter dem Strich ist zwar klar geworden, dass es keine Option darstellt, den Sandkasten direkt auf Rasen zu stellen, doch es zeigt sich auch, dass als Basis verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Welche dieser Lösungen nun letztendlich auch gewählt wird, in jedem Fall werden sich die lieben Kinder über einen Ort des Spiels und der Fantasie freuen können. Spaßige Stunden in der Sandkiste sind also immer bereits vorprogrammiert!

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Artikelfoto: #42511132 – cute little girl playing in a sandbox© fotoskaz – Fotolia.com