So sollten Sie Ihren Sandkasten reinigen

Sandkasten reinigenBei der Frage, wie man einen Sandkasten reinigen kann, muss man zwischen einem heimischen Sandkasten oder Balkonsandkasten und einem öffentlichen bzw. in einer Wohnanlage gelegenen Spielplatz mit Sandkiste unterscheiden. Sie unterscheiden sich in vielen Punkten, unter anderem

  • der Frequentierung durch wenige oder viele Kinder
  • der Größe
  • der Überdachung
  • der Zugänglichkeit für herumstreunende Katzen und Hunde
  • der Sandmenge

Sandkästen auf Spielplätzen und in Wohnanlagen

Die Reinigung von öffentlichen Sandkisten wird meist nicht besonders regelmäßig vorgenommen. Auf städtischen Spielplätzen reinigt die Stadt nur gelegentlich und schüttet neuen Sand auf. Bemerken Eltern hier Verschmutzungen, sollten sie sich sofort an die Stadt wenden, am besten mit beweiskräftigen Fotos. Die Stadt muss den verschmutzten Sandkasten reinigen. Es gibt heute bereits professionelle Möglichkeiten, verschmutzten Spielkistensand maschinell zu reinigen. Die Sandkiste muss dafür aber mehr als 12 Quadratmeter groß sein.

Man bringt eine Sandreinigungsmaschine in den Sandkasten ein, die den verschmutzten Spielsand einsaugt, ihn filtert und gesäubert zurück in die Sandkiste pustet. So können Laubreste, Glasscherben, Tierexkremente, Zigarettenkippen oder anderes herausgefiltert werden. Nicht geeignet ist diese Reinigung aber für die Entfernung von Katzenurin, Kleinteilen wie Holzsplittern, Insektenlarven oder durch den Regen eingetragenen Umweltverschmutzungen.

Alles, was kleiner als 8 Millimeter ist, verbleibt auch nach einer maschinellen Reinigung im Sand. Der wird zwar durch das Verfahren mit einer Sandreinigungsmaschine gut belüftet und bis zu 40 Zentimeter tief aufgelockert, aber das reicht eben nicht immer. Die maschinelle Reinigung des Sandes hat allerdings auch Vorteile, denn man muss den Spielsand deutlich seltener austauschen. Die Verletzungsgefahr wird gemindert, die Verschmutzung mit groben Verunreinigungen auch. Das maschinelle Verfahren, den Sandkasten reinigen zu lassen, ist außerdem viel kostengünstiger als ein kompletter Sandaustausch. Es entfallen beispielsweise die Entsorgungskosten, ein Teil der Personalkosten und die kostenintensive Beschaffung neuen Spielsandes, der für Kindergärten etc. geeignet ist.

Sandreinigungsmaschinen sind zudem umweltfreundlich und werden von vielen Gemeinden auf öffentlichen Kinderspielplätzen, in städtischen Kindergärten, aber auch auf Strandabschnitten, an Beachvolleyball-Feldern oder in schulischen Weitsprunggruben eingesetzt. Die Vermieter nehmen sich der Sandkästen in Wohnanlagen meistens nur an, wenn sich die Beschwerden von Elternseite häufen. Häufig von vielen Kindern benutzte Sandkästen haben nach ausreichender Beschwerdelage bessere Chancen darauf, regelmäßig gereinigt zu werden. Abseits liegende Sandkisten ohne weitere Spielgeräte verschmutzen über Jahre. Sie dienen streunenden Katzen als Toilette oder Hausmeistern als Ressource für den winterlichen Streudienst. Wer der richtige Ansprechpartner für Beschwerden ist, liegt nahe: Die Hausverwaltung.

Einen privaten Sandkasten reinigen

Eltern, die einen Sandkasten im Garten oder auf dem Balkon haben, sorgen selbst für den regelmäßigen Austausch des Spielsandes und die Reinigung des Sandkastens. Man sollte den Sand einmal jährlich austauschen, am besten im Frühjahr bei ausreichend warmen Außentemperaturen. Bald möchten die Kinder den Sandkasten nutzen. Man kann nach der Entnahme des Sandes den hölzernen Sandkasten reinigen und neu imprägnieren, nachdem man eventuelle Moosansätze entfernt hat. Einen Kunststoff Sandkasten kann man reinigen, indem man ihn mit warmem Seifenwasser abscheuert. Der gesamte Balkon sollte von Schmutz und Sandresten befreit werden, am besten durch gründliches Staubsaugen und anschließendes Feudeln.

Hat man in einen Sandkasten mit Holzboden investiert, findet man wahrscheinlich heraus, dass er zu verrotten beginnt. Alle verfaulenden Holzreste müssen komplett entfernt werden. Die verfaulenden Holzteile könnten zu Verletzungen und Sandverunreinigungen durch Fäulnisbakterien führen. Regelmäßig sollten Eltern den Spielsand einmal durchsieben.

Es ist erstaunlich, was man dort alles findet: Verlorene Sandförmchen, vergessene Murmeln, halb gegessene Brötchen und Haarbänder lassen sich so ausgraben. Je mehr Kinder im Sand zu Gange waren, desto öfter sollte man sieben. Als Minimum sollte man alle zwei Jahre den Sand austauschen statt den Sandkasten reinigen zu wollen. Selbst bei bester Hygiene und einer regelmäßigen Abdeckung bei Nichtbenutzung sind Verschmutzungen auf Dauer nicht zu vermeiden.

Gesundheit ist wichtiger als alles andere

Die Gesundheit der Kleinen ist gefährdeter als die größerer Kinder. Das Immunsystem ist noch nicht voll ausgebildet. Insektenlarven, Keime und Moose müssen daher entfernt werden. Kleinkinder erkennen Gefahren nicht. Den Sandkasten reinigen zu lassen, kostet weniger als es zu vernachlässigen. Man benötigt nichts weiter als Schaufeln, Eimer, ein größeres, aber engmaschiges Sieb, gegebenenfalls Transportsäcke oder eine Schubkarre für den alten Sand und Wasser zum Reinigen der Sandkiste. Neben dem Sandkasten säubern sorgsame Eltern auch alle Förmchen, Schaufeln und Spielgeräte. Sie schlagen den Sandkasten mit neuer Folie aus und schütten den frischen Sand ist den Sandkasten.
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