So können Sie Ihren Sandkasten selber bauen

Sandkasten selber bauenBuddeln, baggern und Sandburgen bauen – für Kinder ist ein Sandkasten eines der liebsten Dinge überhaupt, ganz egal, ob man ihn im Garten oder auf dem Balkon platziert.

Mittlerweile gibt es in Baumärkten eine große Auswahl an vorgefertigten Sandkästen in unterschiedlichen Größen. Doch wer sich selbst einen individuellen und einzigartigen Sandkarten für sein Kind wünscht, kann auch mit etwas handwerklichem Geschick den Sandkasten selber bauen – es ist gar nicht so schwer.

Sandkasten selber bauen hat viele Vorteile

Der größte Vorteil, den ein selbst gebauter Sandkarten bietet, ist dass man das Modell dem Garten bzw. dem Balkon im Hinblick Größe und Materialien perfekt anpassen kann. Am wichtigsten ist jedoch, schon vor dem Bau festzulegen, wo der Sandkasten sich einmal befinden soll. So lange die Kinder noch recht klein sind, sollte sich der Sandkasten möglichst nahe an der Terrasse bzw. direkt am Haus befinden, da man das Kind beim Spielen so besser im Auge hat. Darüber hinaus sollte sich genügend Schatten am Standort befinden – ist dieser nicht vorhanden, benötigt man zumindest einen Sonnenschirm, damit das Kind auch an warmen Tagen gefahrlos spielen kann und keinen Sonnenbrand bekommt. Alternativ dazu kann man den Sandkasten auch mit einem Dach bauen.

Tipps zum Thema Sandkasten selber bauen

Optimal ist ein Sandkasten mit Sitzflächen. Diesen kann man aus Holzbohlen bauen. Derartige Bohlen lassen sich im Baumarkt, sofern sie nicht länger als vier Meter sind, recht günstig erwerben. Am besten wählt man für den Bau Bretter mit einer Breite von mindestens 20 cm und einer Dicke von 4 cm. Wie lange und breit der Sandkasten selbst sein soll, also wie lange die Bretter werden, muss man selbst entscheiden.

Ganz wichtig ist, dass die Bretter nicht imprägniert sind, da der Regen die Substanzen nach und nach lösen könnte und diese dann in den Sand gelangen. Problematisch kann dies wiederum gerade bei Kleinkindern werden, da sie bekanntlich gerne Dinge probieren. Entscheidet man sich für Holz, das nicht imprägniert ist, so hält dies auch gut fünf Jahre – ideal ist Fichten- bzw. Tannenholz.

Baut man einen Sandkasten ohne Dach, so benötigt dieser ein Entwässerungssystem. Denn wenn es einmal regnet, gelangt natürlich Wasser in den Sandkasten, das auch irgendwo wieder ablaufen muss. Hierfür verteilt man am Standort des Sandkastens etwas Kies als Drainageschicht, worüber man ein wasserdurchlässiges Vlies legt und an den Seiten festtackert, damit es nicht verrutscht. Einerseits sorgt dies dafür, dass das Wasser absickert, andererseits kommt das Kind so nicht mit dem Kies in Verbindung. Ein guter Nebeneffekt ist, dass das Vlies Insekten und Unkraut vom Sandkasten abhält. Ein fester Boden aus Holz ist nicht für das Sandkasten selber bauen notwendig.

Eine Alternative zum Kies sind Pflastersteine, da das Wasser durch die breiten Fugen optimal abfließen kann. Darüber hinaus sind der Boden und der Sand durch die Zwischenschicht getrennt und können so nicht miteinander vermischt werden.
Nun fehlt noch der Rahmen des Konstrukts: Hierfür werden die vier Bohlen einfach miteinander zu einem Quadrat verschraubt.
Um den Sandkasten zu umrahmen, werden zwei dieser Rahmen übereinander gesetzt, die mit einer Leiste oder auch mit Holzdreiecken miteinander verbunden werden. Auf den Rahmen kann nun aus weiteren Bohlen eine Sitzfläche gebaut und verschraubt werden. Falls diese breiter als 20 cm ist, sorgen dreieckige Stützen aus Holz darunter für einen besseren Halt und für mehr Stabilität.

Möchte man den Sandkasten nun noch mit einem Dach ausstatten, so verwendet man dafür am besten zwei große Bretter, die man zu einem Dreieck zusammenschraubt und sie auf Pfähle setzt. Auch hier muss möglichst genau gearbeitet und auf Stabilität geachtet werden, denn schließlich spielt das eigene Kind später darunter. Alternativ dazu kann man über die vier Pfähle auch ein stabiles Tuch aus einem festen Jutestoff spannen – dies ebenfalls ein perfekter Schattenspender für sonnige Tage.

Weitere Tipps für das Sandkasten selber bauen

Wichtig ist, eine Abdeckplane für den Sandkasten zu organisieren, da Katzen den Sand gerne als Toilette missbrauchen.
Geachtet werden muss außerdem auf die Konsistenz des Sandes: Gerade im Sommer ist er oft zu trocken, um sich noch formen zu lassen. Zu nass darf er allerdings auch nicht sein, da sich sonst Bakterien bzw. Algen darin ansiedeln. Ideal ist, immer mal wieder mit der Gießkanne für etwas Feuchtigkeit im Sand zu sorgen – so lassen sich problemlos Sandkuchen formen und Burgen damit bauen.
– – – –
Artikelfoto: Loading the Sandbox – Bestimmte Rechte vorbehalten von mikewarren